Tipps für die Approbationsprüfung – von PiA zu PiA

Die schriftliche Approbationsprüfung besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil musst du auf einige Fragen mit einem kurzen Stichwort antworten. Der zweite Teil ist im Multiple-Choice-Format. Es gibt immer 80 Fragen, wobei eine kleine Anzahl im Nachhinein für ungültig erklärt wird (zum Beispiel wegen unklarer Formulierungen). Die Prüfung dauert 90 Minuten, was in der Regel ausreicht.


Wichtig vorab: Die Durchfallquote liegt unter 5%. Das heißt die meisten PiA schaffen die Prüfung.


Themenbereiche, die geprüft werden, sind medizinische Grundlagen, Statistik, Diagnostik nach ICD-10, psychotherapeutische Grundlagen und Methoden (auch systemische und humanistische Ansätze werden zunehmend abgefragt).


Gut zu wissen: Die Prüfung ist verfahrensübergreifen, das heißt alle müssen dieselben Fragen beantworten. Es gibt nur eine eigene Prüfung für die KJP-PiA.


Viele Institute oder auch große Verbände und Fortbildungseinrichtungen bieten regelmäßig so genannte Repetitorien an. Hier wird innerhalb weniger Tage der gesamte Stoff der Ausbildung in stark komprimierter Form wiederholt. Oft werden Beispielfragen aus Altprüfungen besprochen oder schwierige Zusammenhänge nochmal verdeutlicht.

Die meisten PiA nutzen Altfragen zur intensiven Prüfungsvorbereitung. Das verschafft nicht nur Übung mit dem Antwortformat, sondern hilft auch den Blick für Schwerpunktthemen zu schärfen. Die Altfragen bekommst du bei einigen Berufs- und Fachverbänden, oft in deinem Institut oder von Kollegen und Kolleginnen, die die Prüfung bereits abgelegt haben. Auch das LaGeSo stellt auf seiner Homepage einige Beispielfragen und Hinweise zur Verfügung.

Außerdem gibt es umfangreiche Literatur zu dem Thema, zum Beispiel „Das Repetitorium“ vom dpv oder „Die Psychotherapie-Prüfung“ von Regina Rettenbach und Claudia Christ.

Im Folgenden findet ihr einige Tipps und Hinweise für die Vorbereitung auf die Approbationsprüfung. Hierbei handelt sich nicht um offizielle Vorgaben vom LaGeSo, den Instituten oder der Kammer, sondern um persönliche Erfahrungen ehemaliger PiA:

„Am wichtigsten fand ich die Vorbereitung mit den Altfragen. Bücher oder entsprechende Repetitorien können eine gute Ergänzung sein, aber für mich waren sie nicht die Grundlage des Lernens.“ (Rebecca, 2018)

„Für die Falldokumentationen, insbesondere den Prüfungsfall, wird eine gute und regelmäßige Verlaufsdiagnostik gewünscht (störungsspezifisch, zum Beispiel BDI). Außerdem sollte man auf die regelmäßige Supervision im Verhältnis 1:4 achten. Zu große Abstände können zur Ablehnung des Falls als Prüfungsfall führen.“ (Rebecca, 2019)

Wenn Du weitere Prüfungstipps für unsere Website hast und Deine Erfahrungen gerne teilen möchtest, dann schicke uns gerne eine eMail an berlin@piaforum.de mit dem Betreff „Prüfungstipps“.